
Kronen Zeitung
DOPPELPACK GEGEN RIED
Rapid löst dank Schöller letztes Europacup-Ticket
Rapid hat das letzte Europacup-Ticket gelöst – auch dank Jakob Schöller! Der 20-Jährige schoss die Hütteldorfer mit seinem Doppelpack quasi im Alleingang zum 3:0-Sieg im Play-off-Rückspiel gegen Ried. In der Nachspielzeit traf noch Louis Schaub. Nach der 1:2-Niederlage im Hinspiel steigt Rapid mit einem Gesamtscore von 4:2 in die zweite Qualifikationsrunde der Conference League ein.
Rapid hat es auf den letzten Drücker doch noch in den Fußball-Europacup geschafft. Die Hütteldorfer gewannen am Montag das Play-off-Finalrückspiel gegen Ried daheim 3:0, machten damit die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel wett und treten im Juli in der zweiten Runde der Conference-League-Qualifikation an. Jakob Schöller (26., 66.) und Louis Schaub (92.) sorgten für den ersten Sieg der Grün-Weißen nach vier Niederlagen und den ersten Erfolg über Ried nach zuletzt drei Pleiten.
Die Gastgeber hatten vor 14.604 Zuschauern bei hohen Temperaturen von Beginn an mehr von der Partie, bis zur ersten echten Torszene dauerte es allerdings fast 18 Minuten. Der als „Zehner“ aufgebotene Marco Tilio setzte Nikolaus Wurmbrand in Szene, der ÖFB-U21-Teamkicker schoss über die Latte. Acht Minuten später schlug Rapid erstmals in der Spezialdisziplin der Rieder – aus einer Standardsituation – zu. Bendeguz Bolla brachte einen Corner zur Mitte und Schöller köpfelte ein, Kingstone Mutandwas Rettungsversuch misslang.
Die Partie stand weiter klar im Zeichen der Wiener, die jedoch erst in der 40. Minute wieder gefährlich wurden. Wurmbrand brachte einen Stanglpass zur Mitte, Petter Nosa Dahl beförderte den Ball vom Fünfer über das Tor. Keine Minute später schlenzte der Norweger den Ball relativ knapp am langen Eck vorbei.
Ried-Chancen kurz vor und nach der Pause
Die Rieder wurden im gesamten Match nur zweimal wirklich gefährlich, jeweils kurz vor und nach der Pause. Rapid-Goalie Niklas Hedl tauchte bei einem Mutandwa-Schuss ab (44.), 19 Sekunden nach Wiederanpfiff traf der Ried-Stürmer aus guter Position das Tor nicht. In der 59. Minute hätte Rapid beinahe wieder aus einem Corner Kapital geschlagen, diesmal wurde ein Kopfball von Serge-Philipp Raux-Yao von Philipp Pomer auf der Linie geklärt.
Das zweite Corner-Tor ließ dann nur noch sieben Minuten auf sich warten. Die Rieder vermochten den Eckball von Bolla nicht entscheidend zu klären, der eingewechselte Tobias Gulliksen flankte den Ball wieder zur Mitte und Schöller war zum zweiten Mal per Kopf zur Stelle.
Danach konnten die sichtlich geschlauchten Innviertler, die vor den Duellen mit Rapid das Semifinale gegen den WAC absolviert hatten, nicht mehr zusetzen. Den Endstand besorgte „Joker“ Schaub mit einem sehenswerten Volley nach Gulliksen-Hereingabe (92.). Für den im Sommer zu Karlsruhe wechselnden Ried-Trainer Maximilian Senft setzte es damit zum Abschied eine Niederlage.
SK Rapid – SV Ried 3:0 (1:0)
Wien, Allianz Stadion, 14.604, SR Ciochirca.
Hinspiel 1:2 – Rapid mit Gesamtscore von 4:2 in der 2. Runde der Conference-League-Qualifikation
Tore: 1:0 (26.) Schöller, 2:0 (66.) Schöller, 3:0 (92.) Schaub
Rapid: Hedl – Bolla, Cvetkovic, Raux-Yao, Schöller – M. Seidl, Amane (55. Gulliksen) – Wurmbrand, Tilio (77. Weimann), Dahl (87. Schaub) – Kara (87. Börkeeiet)
Ried: Leitner – Rossdorfer (58. Rasner), Havenaar, Steurer, Pomer – Bajic, Maart, Nasrawe, Bajlicz – Mutandwa, Buguo (70. Aisowieren)
Gelbe Karte: Schaub
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